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Ein Tag wie jeder andere

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So sieht bei uns ein Arbeitstag aus.

05:30 – Wir werden von Rufen aus dem Kinderzimmer geweckt: Ich bin wach, ich will aufstehen. Das Murmeli steht im Bett und wartet darauf, dass wir es zu uns holen. Tino oder ich tapsen schwankend nach nebenan, nehmen das Murmeli auf den Arm, legen uns mit ihm wieder ins Bett und drücken ihm seine Milch in die Hand. Auf dass es noch ein bisschen Ruhe gibt.
06:00 – Der Wecker klingelt. Die Milch ist auch leer. „Meeh“ ertönt es vom Murmeli. Es hat sich aufgesetzt und zeigt auf den Wecker. „Meeh“, das heißt „mehr“ und wird für alles gebraucht, was das Murmeli haben will.
06:05 – Der Wecker klingelt wieder. Das Murmeli will aufstehen. Es klettert aus dem Bett, tapst zu Tinos Seite und stellt das Radio an.
06:15 – Tino steht auf. Macht sich fertig, macht Frühstück. Das Murmeli versucht weiterhin mich aus dem Bett zu kriegen.
06:30 – oder auch später. Endlich komme ich auch hoch. Das Murmeli wird gewickelt, angezogen. Lauter Protest, gewickelt werden mag es nicht. Angezogen werden auch nicht. Lieber will es weiter mit dem Radio spielen. Ich gehe schon mal vor in die Küche. Das Murmeli wird mir nachkommen, wenn es soweit ist. Zeit, um mich fertig zu machen.
06:45 – Frühstücken.
06:50 – Tino muss langsam los. Das Murmeli mag sein Frühstück nicht essen.
07:00 – Das Murmeli will jetzt aufstehen und spielen. Tino ist schon weg. Hände waschen, möglichst selbst nicht wieder dreckig werden. Das Murmeli ermuntern doch noch etwas zu essen. Keine Chance. Den Teller mit Brot auf die Küchenzeile stellen, wo Murmeli dran kommt, wenn es noch was will.
07:05 – Musik hören, schnell noch die Sachen für den Tag vorbereiten, den Frühstückstisch abräumen, die Spülmaschine ausräumen, Wickeltasche packen…
07:15 – Mich aufs Sofa setzen und dem Murmeli beim Spielen zuschauen.
07:20 – Das Murmeli wird unruhig. Versuchen, das Murmeli zum weiterspielen zu bewegen.
07:25 – Murmeli will nicht weiterspielen.
07:30 – Ok, gehen wir nach draußen. Super, es nieselt. Es gibt Pfützen. Das Murmeli sammelt als erstes Steine ein, wirft sie durch die Gegend, sammelt sie wieder ein. Ein paar Autos kommen. Murmeli schnappen, festhalten, erklären, dass es auf die Seite gehen muss, wenn Autos kommen. Die Steine werden in die nächstgrößte Pfütze geworfen. Murmeli festhalten, „Nein, du kannst da jetzt nicht reinlaufen, du hast keine Gummistiefel“ an. Ich sammel die Steine wieder ein, gebe sie ihm. Murmeli läuft zum Spielplatz, will im (nassen) Sand spielen. „Nein, ich möchte nicht, dass du jetzt im Sand spielst“, Murmeli schnappen, wieder zurück zur Straße gehen. Wie spät ist es?
07:40 – Noch zu früh, um das Murmeli abzugeben. Ich stelle das Murmeli auf unsere Mauer, balancieren gefällt ihm gerade sehr gut. Und es wird nicht nochmal dreckig. Langsam wird das Murmeli echt quengelig. Hunger? Vielleicht… Das Frühstück ist schon verräumt. Müde scheint es auch zu sein. Kein Wunder, es ist ja schon seit Ewigkeiten wach.
07:45 – Na gut, holen wir den Kinderwagen.
07:46 – „Komm, Murmeli, ich setze dich in den Wagen.“ Ein riesen Geschrei. Nein, kein Kinderwagen. Aber tragen kann ich ihn auch nicht mehr so weit. Höchstens mal auf die Mauer setzen oder so. Also gehe ich schonmal vor. „Murmeli, kommst du?“ Das Murmeli geht wieder zurück zu seinen Steinen. Diesmal läuft es dann auch in die Pfütze. Nein. Nasse Schuhe, dreckige Hände, dreckige Hose, weil es zwischendruch gestolpert ist. Ich kanns nicht ändern.
07:50 – „Murmeli, jetzt gehen wir aber“. Murmeli einpacken, in den Kinderwagen setzen. Riesen Geschrei. Sobald ich anfange zu schieben, ist das Schreien vorbei. Tja…
07:52 – Kinderwagen bei der Tagesmutter unterstellen. Murmeli aus dem Kinderwagen heben. Murmeli noch ein bisschen rumlaufen lassen.
07:55 – „Komm, wir klingeln.“ Murmeli läuft zur Haustür, will klingeln. Aber ein anderes Kind hat uns schon bemerkt und macht die Tür auf, bevor das Murmeli dazu kommt.
07:57 – Ich ziehe dem Murmeli die Schuhe und die Jacke aus. Stelle die Tasche hin. Sage ihm „Tschüß, Murmeli, hab einen schönen Tag“. Das Murmeli klammert sich an mich. Hm. Ok. Ich gehe noch mit rein. Das Murmeli sieht das Spielzeug, ist begeistert, fängt an zu spielen. Ich drehe mich um und will mich aus dem Raum stehlen aber das Murmeli bemerkt das. Gut, dass die Tagesmutter immer schon vorbereitet ist und einiges zu Essen hinstellt. Wir drücken dem Murmeli ein Stück Brot in die Hand. Es isst. Super. Wahrscheinlich ist 7:00 Uhr einfach zu früh.
08:05 – Ich habe es endlich geschafft loszukommen. Sicher wird das Murmeli wieder protestieren, aber ich habe es nicht mehr mitbekommen. Es beruhigt sich auch schnell wieder. Ich hole mein Fahrrad und fahre los. Der Arbeitstag beginnt.
16:10 – Tino fährt nach Hause und holt das Murmeli ab.
17:15 – Ich komme auch nach Hause. Mache Abendessen. Das Murmeli hat schon Hunger. Wir essen, räumen das notwendigste auf, versuchen uns ein bisschen zu erholen. Das Murmeli will sehr viel Aufmerksamkein in diesen Stunden. Wir gehen nochmal nach draußen, organisieren die nächsten Baustellensachen, wenn möglich.
19:00 – Das Murmeli bekommt seine Milch. Dabei läuft es erst noch im Zimmer rum, irgendwann kommt es zu mir oder zu Tino zum kuscheln. Wenn wir den Eindruck haben, dass es ruhiger wird, gehen wir in sein Zimmer. Es wird nochmal gewickelt, der Schlafanzug wird angezogen. Dann kuschel ich mich mit ihm auf die Bettdecke, die vor seinem Bett liegt. Ich singe sein Gute-Nacht-Lied, sage sein Gute-Nacht-Gebet. Das Murmeli steht auf und will in sein Bett. Ich lege mich wieder auf die Decke. Es kann mich sehen, es kann seine Hand nach mir ausstrecken. Wenn die Milchflasche leer ist, gibt es sie mir. Dann dreht es sich um und versucht zu schlafen. Manchmal klappt das, machmal nicht. Meistens braucht es einfach ein bisschen Zeit. (Tinos Ins-Bett-Geh Ritual sieht anders aus, aber das müsste er selbst beschreiben).
20:00 – Das Murmeli schläft. Ich auch.
21:30 – Ich werde wieder wach. Mist, schon wieder meine freie Zeit verschlafen. Wann soll ich jemals zu irgendetwas kommen? Noch ein paar Worte mit Tino wechseln. Noch versuchen ein bisschen mehr Chaos zu beseitigen.
22:00 – Ab ins Bett. Ich bin hundemüde.

Kategorie: Allgemein

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