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Was heißt „dazu gehören“ und wie lassen wir uns von der Meinung anderer Menschen beeinflussen? – Eine Selbstanalyse

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Llamasus schreib bei Drei kleine Lamas:

„Gerade seit ich selbst Mutter bin, erlebe ich, dass es wieder diese Gegenstände, Kleidungsstücke, Meinungen und Verhaltensweisen gibt, die man braucht, um ‚dazu zu gehören‘. „

Danke, Llamasus, für diesen Aufhänger. Ich finde das Thema unglaublich schwierig. Ich bin selbst sehr von Konsum geprägt, das muss ich ganz offen zugeben. Wenn ich nichts zu tun habe, gehe ich in der Stadt bummeln und gucke mir die Auslagen der Läden an. Oder ich surfe stundenlang in irgendwelchen Internet-Shops und suche mir Dinge aus, die ich vermeintlich haben muss. Vom Kaufen kann ich mich meistens abhalten. Ich weiß, dass ich danach ein schlechtes Gewissen hätte, etwas gekauft zu haben, das ich nicht unbedingt bräuchte. Aber immer nur angucken, macht auch nicht glücklich.

„Konsum macht nicht glücklich. So einfach ist das. Ob es nun um etwas Kleines oder um etwas großes geht: Ständig mithalten zu wollen, macht unfrei.“ (Llamasus)

Die üblichen Modeketten lasse ich meistens links liegen, außer ich brauche wirklich etwas. Aber Bastelläden, Haushaltwaren-Geschäfte, Stoffläden und Buchländen ziehen mich magisch an. Dabei entwickeln sich Ideen, was ich alles haben muss. Angesport wird dies auch durch die immer wiederkehrenden Fragen „Was wünschst du dir zum Geburtstag“ und „Was wünschst du dir zu Weihnachten“. Auf die Art habe ich schon Sachen bekommen, die am Anfang schön waren, dann aber kurz darauf in irgendeiner Ecke verstaubten.

Kleidungsstücke sind nicht unbedingt mein Fall, wenn es darum geht, mit anderen mithalten zu wollen. Was allerdings auf jeden Fall wahr ist, ist, dass ich zu bestimmten Anlässen bestimmte Normen erfüllen „muss“. Einige dieser Normen sollte man, wie ich finde, auch besser einhalten, wie zum Beispiel beim Vorstellungsgespräch. Ich will ja nicht meine Chancen nur durch schlechtes Auftreten zunichte machen. Wobei, anscheinend ist der Hosenanzug gar nicht so wichtig. Tino ist bisher auch nicht im Anzug zum Vorstellungsgespräch gegangen und hat die Stellen trotzdem bekommen. Auch zur nächsten Hochzeit hätte ich gern ein neues Kleid gehabt, so wie bei den letzten Hochzeiten. Die Kleider hängen jetzt im Kleiderschrank, ob ich sie nochmal anziehe, ist die große Frage.

Als Jugendliche waren Miss Sixtys Hosen gerade sehr angesagt. Sie gefiehlen mir sehr gut und ich wollte unbedingt eine haben. Sie waren aber auch unglaublich teuer. Und wirklich glücklich hat mich die Hose dann auch nicht gemacht. Irgendwie war sie ziemlich ungequem.

Das dazu gehören wollen bei Kleidung ist so eine Sache. Wie beim Vorstellungsgespräch ist es auch im Alltag so, dass ich nicht negativ bewertet werden will, bevor man mich überhaupt kennen gelernt hat. Aber das ist vermutlich ein Wunschgedanke, der sowieso nicht eintrifft, schließlich bewertet man Leute grundsätzlich zunächst mal aufgrund ihres Aussehens.

Jetzt habe ich eher diesen „Mama, die keine Zeit hat, sich hübsch zu machen“-Stil. Schlabbrige T-Shirts, lange Haare, praktische Jeans und Schuhe, alles ein bisschen von Kinderhänden vermatscht. Generell bin ich mehr ein naturverbundener Typ. In der Abizeitung wurde ich zum Öko der Stufe gewählt. Damals war mir das total unangenehm, heute bin ich ein bisschen stolz drauf.

Und da haben wir es also doch. Anscheinend ist es mir wichtiger, als ich dachte, die „richtige“ Kleidung zu tragen.

Bei Meinungen und Verhaltensweisen bin ich auch eher mehr in der alternativen Szene unterwegs. Wobei das ja auch wieder eine Szene ist, wo bestimmte Meinungen und Verhaltensweisen erwartet werden. Und auch hier gilt, was Llamasus gesagt hat:

Ob es nun um etwas Kleines oder um etwas großes geht: Ständig mithalten zu wollen, macht unfrei.“ (Llamasus)

Oft stelle ich mir die Frage „Was will ich eigentlich wirklich?“. Ich kann nicht alles machen, was mir vorgegeben wird oder was ich irgendwo sehe. Mein Tag ist keine Woche und meine Woche kein Monat.

Ich möchte gern arbeiten, warum das so ist und warum Teilzeitarbeit für mich nicht in Frage kommt, habe ich hier geschrieben.
Damit renne ich gegen den Strom. Viele junge Mütter wollen nicht arbeiten oder, wenn sie arbeiten wollen, dann aber nur in Teilzeit, weil sie mehr Zeit für ihr Kind haben wollen.
Tatsächlich wird auch nicht angenommen, dass ich arbeite. Schließlich habe ich ein kleines Kind und bin schwanger, wie kann es sein, dass ich dazwischen schon wieder fast ein Jahr gearbeitet habe?

Ich möchte dass das Murmeli zu einem gesunden, selbstständigen und verantwortungsbewussten Menschen heranwächst. Gesund soll es sein, das heißt für mich auch, dass es gute Lebensmittel bekommt, damit bin ich wieder voll im Trend. Junge Mütter kaufen Bioobst, Biogemüse, Vollkornnudeln, etc. Dazu gehört auch, dass ich unbedingt stillen wollte. Das hat mich unglaublich viele Nerven gekostet und ich wurde mehrmals angehalten Pre-Nahrung zu geben. Letzen Endes hat es dann doch geklappt. Ob mich das ganze glücklich gemacht hat? Ich weiß es nicht, es wurde irgendwie erwartet, von mir selbst und von meiner Umgebung, dass ich stille. Ich hätte mich als Versager gefühlt, wenn ich es nicht „geschafft“ hätte. Am Anfang hat mich das ganze sogar im Gegenteil sehr gestresst. Ich weiß nicht, ob es in dieser Frage ein richtig oder falsch für mich gegeben hätte. Ich glaube stillen und Fläschchen füttern hätten mich auf ihre Art und Weise unglücklich und glücklich gemacht.

Selbstständig und verantwortungsvoll soll das Murmeli werden. Ich könnte jetzt auf irgendeinen Zug aufspringen, der genau das verspricht. Montessori zum Beispiel hört man jetzt immer häufiger. Es werden hier gerade Schulklassen eingerichtet, auch im Internet kann man viel zum Thema finden. Aber das möchte ich nicht. Die Zwänge, die durch eine gewählte Erziehungsmethode entstehen, möchte ich mir und dem Murmeli ersparen. Was ich mir unter Erziehung vorstelle, dazu schreibe ich lieber ein anderes Mal mehr.

Ich möchte mich meinen Mitmenschen und meiner Umgebung gegenüber verantwortlich „benehmen“. Das heißt auch, dass ich voll auf den Zug aufgesprungen bin, der möchte, dass wir Plastik vermeiden. Ich versuche im Allgemeinen Müll zu vermeiden und Verpackungen. Darüber muss ich auch mal irgendwann schreiben, dieser Beitrag wird zu lang.

Im Zuge der Müllvermeidung bleibt es allerdings nicht aus, einige Sachen selbst zu machen. Das ist etwas, das ich eigentlich nicht so unbedingt machen muss. Aber wenn ich keinen Joghurt im Laden kaufen kann, dann muss ich ihn selbst machen. Darauf verzichten will ich nämlich nicht. Und das selber machen ist auch gerade ein großer Trend. Also bin ich auch da aufgesprungen.

Ich befürchte also, dass ich der totale Mitläufer bin. Auch, wenn das nicht für die Massenbewegung mit dauerhafter Fernsehbeschallung, billigen Lebensmitteln aus dem Supermarkt und einer Alles-Egal-Einstellung gilt. Trotzdem habe ich mich unbewusst einer Bewegung angeschlossen, auch wenn das noch eine kleinere Gruppe von Menschen ist. Der Bewegung, die auf natürliche Materialien achtet, versucht ökologisch und gesund zu leben und versucht ihre Kinder in diesem Sinne zu erziehen. Außerdem der Bewegung, die versucht sich vom Konsum loszulösen, sei es vom Medienkonsum oder vom Kaufkonsum.

Ich könnte mich noch vielen Dingen anschließen, die ich für wichtig oder gut oder schön halte. Meine Kleidung würde ich gern selbst machen, aber ich kann nicht nähen und ich wüsste nicht, wann ich das tun sollte. Scrapbooking gefällt mir sehr. Innendesign auch. Die vielen kleinen bunten Basteleien, die man jetzt überall sieht. Keine Zeit für sowas. Und ich würde mir wieder jede Menge Material kaufen, das dann am Ende verstauben würde. Politik interessiert mich grundsätzlich, es gibt Themen, die mir wichtig sind und die ich gern unterstützen würde. Auch dieses werde ich nicht tun.

„Ein wirklich beindruckender Mann sagte mal zu mir: ‚Ich suche nicht die Sympathie und die Zuneigung anderer.'“ (Llamasus)

Ein Satz, der wirklich beeindruckend ist. Ich suche diese Zuneigung, immer! Nicht gerade aller Menschen, aber der Menschen, die ich gern habe. Die Zuneigung der Menschen, die ich bewundere. Ich kann nicht glauben, dass ein Mensch nicht die Sympathie und Zuneigung anderer sucht. Höchstens, falls er ein Einsiedler ist.

Baby kündigt sich an

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33. Woche und Baby kündigt sich schon an. Beim Murmeli war es ähnlich, da habe ich um diese Zeit meine Tage auf dem Sofa verbracht. Viel gelesen, viel ferngesehen, aber bloß nicht aufgestanden. Tino konnte von zu Hause aus arbeiten und so gab es kaum einen Grund, warum ich aufstehen sollte.
Das kann ich dieses Mal kaum tun. Das Murmeli will Aufmerksamkeit, nach draußen gehen, etwas zu Essen. Und die Tagesmutter ist immer noch im Urlaub. Tino könnte vielleicht von zu Hause aus arbeiten, aber das Murmeli will auch von ihm Aufmerksamkeit, wenn er da ist. Keine guten Voraussetzungen.
Jetzt muss Tinos Mama ran, sie holt das Murmeli und kümmert sich um es. Gut, dass sie gerade auch nicht arbeiten muss. So kriegen wir hoffentlich die zwei Wochen rum, bis die Lungenreife fortgeschritten genug ist. Am liebsten würden wir es bis 37+1 schaffen, so wie beim Murmeli. Dann ist Baby „pünktlich“.

Und es gibt noch wahnsinnig viel zu erledigen. So haben wir immer noch nicht genug Windeln, weil der Laden, in dem man die Windeln kaufen können sollte, noch nicht beliefert wurde. Der Kindersitz ist noch voller Kekskrümmel vom Murmeli, das Babybett steht noch nicht, Murmelis Sachen sind noch nicht gepackt, meine Sachen sind zur Hälfte gepackt.

Der Hausbau ist noch im vollen Gange. Meinem Wunsch, ab August keine Baustelle (bzw. keine Bautätigkeiten) mehr zu haben, wurde nicht entsprochen. Es ging sich zeitlich nicht aus. Jetzt muss das Haus noch winterfest gemacht werden.

Am Besten sollte ich gar nicht daran denken. Es wird schon alles gut gehen. Und, wie Tino vorhin noch sagte: „Wenn Baby wirklich so früh kommt, dass wir das nicht mehr schaffen, muss es eh im Krankenhaus bleiben und dann haben wir noch ein paar Tage Zeit, um die Babysachen fertig herzurichten.“ Er hat ja Recht. Ich sollte mich auf die Sachen für Murmeli und mich konzentrieren.

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Das erste Ja

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Beim ersten Mal, als das Murmeli „Ja“ gesagt hat, waren wir auf einer Sonnwendfeier. Es war schon recht spät, es gab unglaublich viel zu gucken. Das Murmeli ist nicht zur Ruhe gekommen, auch nicht, als wir es im Wagen ein wenig abseits hin und her geschoben haben. Irgendwann war es dann Zeit zum gehen. Wir haben das Murmeli gefragt, ob wir jetzt nach Hause gehen sollen und ob er jetzt ins Bett möchte. Mit einem großen zufriedenen Seufzer hat es „Ja!“ gesagt.

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Rapunzel, Rapunzel…

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Haarschnitt

So weit soll es beim Murmeli nicht kommen. Deshalb musste es heute Haare lassen. Eine Tortur, für mich. Das Murmeli war schwer beschäftigt mit der neuen Becherlupe. Trotzdem drehte es ständig den Kopf, stand zwischendurch auf und holte irgendwas, … Am Ende hat das Murmeli dann mit seinen abgeschnittenen Haaren in der Becherlupe experimentiert. Na gut, wenns hilft… Bin gespannt, wo ich noch überall Haare in der Küche finde.

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Die liebe Verwandtschaft

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Seit knapp zwei Wochen habe ich Urlaub. Genau, wie meine Verwandtschaft. Deshalb haben wir jetzt dauernd jemanden zu Besuch. Erst die Schwester, dann den Papa, dann die andere Schwester. Das heißt leider, dass ich im Moment nicht zum Schreiben komme. Entweder der Laptop ist besetzt oder das Murmeli tippt mit oder es ist sonst etwas los. In einer Woche wird es dann hoffentlich wieder ein bisschen ruhiger.

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Ein Tag wie jeder andere

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So sieht bei uns ein Arbeitstag aus.

05:30 – Wir werden von Rufen aus dem Kinderzimmer geweckt: Ich bin wach, ich will aufstehen. Das Murmeli steht im Bett und wartet darauf, dass wir es zu uns holen. Tino oder ich tapsen schwankend nach nebenan, nehmen das Murmeli auf den Arm, legen uns mit ihm wieder ins Bett und drücken ihm seine Milch in die Hand. Auf dass es noch ein bisschen Ruhe gibt.
06:00 – Der Wecker klingelt. Die Milch ist auch leer. „Meeh“ ertönt es vom Murmeli. Es hat sich aufgesetzt und zeigt auf den Wecker. „Meeh“, das heißt „mehr“ und wird für alles gebraucht, was das Murmeli haben will.
06:05 – Der Wecker klingelt wieder. Das Murmeli will aufstehen. Es klettert aus dem Bett, tapst zu Tinos Seite und stellt das Radio an.
06:15 – Tino steht auf. Macht sich fertig, macht Frühstück. Das Murmeli versucht weiterhin mich aus dem Bett zu kriegen.
06:30 – oder auch später. Endlich komme ich auch hoch. Das Murmeli wird gewickelt, angezogen. Lauter Protest, gewickelt werden mag es nicht. Angezogen werden auch nicht. Lieber will es weiter mit dem Radio spielen. Ich gehe schon mal vor in die Küche. Das Murmeli wird mir nachkommen, wenn es soweit ist. Zeit, um mich fertig zu machen.
06:45 – Frühstücken.
06:50 – Tino muss langsam los. Das Murmeli mag sein Frühstück nicht essen.
07:00 – Das Murmeli will jetzt aufstehen und spielen. Tino ist schon weg. Hände waschen, möglichst selbst nicht wieder dreckig werden. Das Murmeli ermuntern doch noch etwas zu essen. Keine Chance. Den Teller mit Brot auf die Küchenzeile stellen, wo Murmeli dran kommt, wenn es noch was will.
07:05 – Musik hören, schnell noch die Sachen für den Tag vorbereiten, den Frühstückstisch abräumen, die Spülmaschine ausräumen, Wickeltasche packen…
07:15 – Mich aufs Sofa setzen und dem Murmeli beim Spielen zuschauen.
07:20 – Das Murmeli wird unruhig. Versuchen, das Murmeli zum weiterspielen zu bewegen.
07:25 – Murmeli will nicht weiterspielen.
07:30 – Ok, gehen wir nach draußen. Super, es nieselt. Es gibt Pfützen. Das Murmeli sammelt als erstes Steine ein, wirft sie durch die Gegend, sammelt sie wieder ein. Ein paar Autos kommen. Murmeli schnappen, festhalten, erklären, dass es auf die Seite gehen muss, wenn Autos kommen. Die Steine werden in die nächstgrößte Pfütze geworfen. Murmeli festhalten, „Nein, du kannst da jetzt nicht reinlaufen, du hast keine Gummistiefel“ an. Ich sammel die Steine wieder ein, gebe sie ihm. Murmeli läuft zum Spielplatz, will im (nassen) Sand spielen. „Nein, ich möchte nicht, dass du jetzt im Sand spielst“, Murmeli schnappen, wieder zurück zur Straße gehen. Wie spät ist es?
07:40 – Noch zu früh, um das Murmeli abzugeben. Ich stelle das Murmeli auf unsere Mauer, balancieren gefällt ihm gerade sehr gut. Und es wird nicht nochmal dreckig. Langsam wird das Murmeli echt quengelig. Hunger? Vielleicht… Das Frühstück ist schon verräumt. Müde scheint es auch zu sein. Kein Wunder, es ist ja schon seit Ewigkeiten wach.
07:45 – Na gut, holen wir den Kinderwagen.
07:46 – „Komm, Murmeli, ich setze dich in den Wagen.“ Ein riesen Geschrei. Nein, kein Kinderwagen. Aber tragen kann ich ihn auch nicht mehr so weit. Höchstens mal auf die Mauer setzen oder so. Also gehe ich schonmal vor. „Murmeli, kommst du?“ Das Murmeli geht wieder zurück zu seinen Steinen. Diesmal läuft es dann auch in die Pfütze. Nein. Nasse Schuhe, dreckige Hände, dreckige Hose, weil es zwischendruch gestolpert ist. Ich kanns nicht ändern.
07:50 – „Murmeli, jetzt gehen wir aber“. Murmeli einpacken, in den Kinderwagen setzen. Riesen Geschrei. Sobald ich anfange zu schieben, ist das Schreien vorbei. Tja…
07:52 – Kinderwagen bei der Tagesmutter unterstellen. Murmeli aus dem Kinderwagen heben. Murmeli noch ein bisschen rumlaufen lassen.
07:55 – „Komm, wir klingeln.“ Murmeli läuft zur Haustür, will klingeln. Aber ein anderes Kind hat uns schon bemerkt und macht die Tür auf, bevor das Murmeli dazu kommt.
07:57 – Ich ziehe dem Murmeli die Schuhe und die Jacke aus. Stelle die Tasche hin. Sage ihm „Tschüß, Murmeli, hab einen schönen Tag“. Das Murmeli klammert sich an mich. Hm. Ok. Ich gehe noch mit rein. Das Murmeli sieht das Spielzeug, ist begeistert, fängt an zu spielen. Ich drehe mich um und will mich aus dem Raum stehlen aber das Murmeli bemerkt das. Gut, dass die Tagesmutter immer schon vorbereitet ist und einiges zu Essen hinstellt. Wir drücken dem Murmeli ein Stück Brot in die Hand. Es isst. Super. Wahrscheinlich ist 7:00 Uhr einfach zu früh.
08:05 – Ich habe es endlich geschafft loszukommen. Sicher wird das Murmeli wieder protestieren, aber ich habe es nicht mehr mitbekommen. Es beruhigt sich auch schnell wieder. Ich hole mein Fahrrad und fahre los. Der Arbeitstag beginnt.
16:10 – Tino fährt nach Hause und holt das Murmeli ab.
17:15 – Ich komme auch nach Hause. Mache Abendessen. Das Murmeli hat schon Hunger. Wir essen, räumen das notwendigste auf, versuchen uns ein bisschen zu erholen. Das Murmeli will sehr viel Aufmerksamkein in diesen Stunden. Wir gehen nochmal nach draußen, organisieren die nächsten Baustellensachen, wenn möglich.
19:00 – Das Murmeli bekommt seine Milch. Dabei läuft es erst noch im Zimmer rum, irgendwann kommt es zu mir oder zu Tino zum kuscheln. Wenn wir den Eindruck haben, dass es ruhiger wird, gehen wir in sein Zimmer. Es wird nochmal gewickelt, der Schlafanzug wird angezogen. Dann kuschel ich mich mit ihm auf die Bettdecke, die vor seinem Bett liegt. Ich singe sein Gute-Nacht-Lied, sage sein Gute-Nacht-Gebet. Das Murmeli steht auf und will in sein Bett. Ich lege mich wieder auf die Decke. Es kann mich sehen, es kann seine Hand nach mir ausstrecken. Wenn die Milchflasche leer ist, gibt es sie mir. Dann dreht es sich um und versucht zu schlafen. Manchmal klappt das, machmal nicht. Meistens braucht es einfach ein bisschen Zeit. (Tinos Ins-Bett-Geh Ritual sieht anders aus, aber das müsste er selbst beschreiben).
20:00 – Das Murmeli schläft. Ich auch.
21:30 – Ich werde wieder wach. Mist, schon wieder meine freie Zeit verschlafen. Wann soll ich jemals zu irgendetwas kommen? Noch ein paar Worte mit Tino wechseln. Noch versuchen ein bisschen mehr Chaos zu beseitigen.
22:00 – Ab ins Bett. Ich bin hundemüde.

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Es rumst!

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Die Handwerker sind da und reißen die Wand ein. Und das ist verdammt laut. Jedes mal, wenn wieder etwas Mauer wegbricht, rumst es. Und ich sitze hier und denke, mir stürzt gleich die Decke auf den Kopf.
Oh liebes Häuschen, bleib stehen!

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Eine Speisekammer einrichten

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Wir haben direkt anschließend an die Küche eine Speisekammer. Bisher haben wir dort einfach übrige Küchenschränke reingestellt. Leider sind diese überhaupt nicht auf unsere Bedürfnisse angepasst. Deshalb haben wir nun einen detaillierten Plan erstellt, wie unsere Speisekammer aussehen soll. Dazu sind wir die folgenden Punkte durchgegangen:

1. Was soll überhaupt rein in die Speisekammer?
Bei uns sind das hauptsächlich Küchenutensilien, Lebensmittel und Geräte, die wir nicht wegräumen wollen, aber nicht dauerhaft auf der Arbeitsplatte in der Küche stehen haben wollen.

Unsere Liste habe ich zusammengestellt, indem ich in der Küche alle Schränke durchgegangen bin, geschaut habe, was da jetzt drin ist, das gleiche bei der Speisekammer wiederholt habe, entschieden habe, was ich zukünftig nicht mehr in der Küche stehn haben will und was in der Speisekammer bleiben darf, bzw. was in den Keller runterwandern soll. Außerdem habe ich noch ein paar Punkte hinzugefügt, die mir insgesamt noch gefehlt haben, wie zum Beispiel Müllbehälter zum Trennen von Alumüll, Glasmüll und Ökobags.

Unsere Liste sieht also nun wie folgt aus:

  • Wochenvorräte
  • Kaffeemaschine, Wasserkocher, Toaster
  • Zwiebeltopf
  • Kochbücher
  • Kaffeesachen (Bohnen, Entkalker, etc.)
  • Gewürze
  • Tee
  • Backzutaten
  • Tupperdosen
  • Backformen, -bleche, Schüsseln, etc.
  • Suppentopf, Wok, Mixer, Waffeleisen
  • Alumüll, Glasmüll, Ökobags
  • Frühstücksflocken
  • Plastiktüten, Alufolie, Frischhaltefolie, etc.

2. Alles ausmessen und überlegen, wie viel Platz benötigt wird.
Als nächstes habe ich alles ausgemessen. Die Höhe, Breite, Länge von der Speisekammer, Lage der Steckdosen, Lage der Tür (Türöffnung berücksichtigen!).

Außerdem habe ich ausgemessen, wie groß die einzelnen Sachen sind, die in die Kammer sollen. Der Wok zum Beispiel braucht mindestens 40cm-Tiefe und Breite, dafür kaum Höhe. Der Suppentopf braucht Höhe, aber dafür keine Tiefe, etc.

3. Für eine Variante entscheiden: Regal oder Schubladenschränke?
Als nächstes standen wir vor der schwierigen Entscheidung, was für ein System wir wollen. Regale brauchen insgesamt weniger Raum (Keine Schubladen müssen mitgerechnet werden) und können mit Kästen, die hineingeschoben werden, ziemlich dicht befüllt werden. Außerdem hat man bei Lebensmitteln z.B. schnell einen Überblick, was alles da ist. Auf der anderen Seite stauben Regale viel schneller zu, als Schubladen. Man kann Schubladen öffnen und wenn sie nicht zu hoch befüllt sind, hat man einen ziemlich guten Überblick über ihren Inhalt. Man muss auch nicht dauernd ganze Kisten aus dem Regal ziehen und eine Stelle suchen, wo man diese abstellen kann. Da wir auch Geräte haben, die dauerhaft in Betrieb sein sollen, war uns eine Abstellfläche wichtig. Wir brauchten also mindestens einen Teil der Schränke in Tiefe 60cm.
Wir haben uns schlussendlich für die Schubladenvariante entschieden.

4. Informieren, was es für Möglichkeiten zur übersichtlichen und platzsparenden Aufbewahrung gibt
Der Möbelschwede ist eine großartige Quelle für Aufbewahrungsideen.

Der Entwurf
Nach langem hin und her und mehreren Entwürfen, haben wir uns für folgende Aufteilung entschieden:

Gewürze
Tee
Folien Backzutaten
Tupperdosen Backformen&-bleche Suppentopf, Mixer, Waffeleisen
Wok

Dabei sind alle Schränke 40cm breit bis auf den rechten, der ist 60cm breit. Über der Arbeitsfläche (hier schwarz) befindet sich (gut erreichbar aber nicht zu niedrig) ein Regalbrett, auf dem Kaffesachen, Frühstücksflocken und Kochbücher einen Platz finden. Die Elektrogeräte haben Platz auf der Arbeitsfläche, genau, wie Aufbewahrungskisten für das Gemüse vom Wocheneinkauf.

An der gegenüberliegenden Wand ist noch Platz für einen 30cm breiten Schrank, in den weitere Vorräte eingeräumt werden können.

Links von den Schränken (unter der Arbeitsplatte) ist noch Platz für die Mülltrennung.

Die bisher nicht verwendeten Schubladen können zum Beispiel für Nudeln verwendet werden oder Auflaufformen oder dergleichen, sind bisher aber nicht festgelegt. Wir haben sicher noch ein paar Sachen vergessen, die wir dort gern unterbringen würden.
 

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Ein Baby kommt. Was man alles braucht. Erfahrungen vom 1. Kind.

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Das Murmeli war ein Winterkind. Wir haben mit ihm im Januar gerechnet und dementsprechend eingekauft. Die meisten Dinge braucht man aber wohl auch für alle anderen Kinder, egal, wann sie geboren werden.
Ich habe versucht mich zurück zu erinnern und eine Liste mit allen Dingen gemacht, die wir in den ersten paar Monaten wirklich gebraucht haben.

Was? Kommentar
Kleidung Bodies Bei Winterkindern lange, bei anderen eher kurze Ärmel
Strumpfhose Es gibt Baumwollstrumpfhosen und gefütterte. Je nach Jahreszeit
Strampler + Hemdchen Alternativ auf Hosen, aber im Winter würde ich Strampler bevorzugen, weil dann der Baby-Bauch wärmer bleibt.
Baumwollmützchen Es zieht den kleinen Babies schnell. Es kommt darauf an, wie zugig die Wohnung ist.
Wollmütze Möglichst passend. Die kleinste Größe haben wir stricken lassen, weil wir die nicht so schnell zum kaufen gefunden haben.
Strickjacke Ich persönlich mag keine Reißverschlüsse für so kleine Babies.
Erstlings-Söckchen Wichtig ist, dass man die Söckchen festbinden kann. Das Murmeli hat normale Socken am Anfang immer verloren
Söckchen Nicht die allerkleinste Größe, so klein sind die Füße am Anfang gar nicht! Außerdem sind Socken gut zu gebrauchen als Handschuhe
Hygiene Windeln Welche auch immer, die kleinste Pampers-Größe (Newborn) am Anfang, aber nicht zu viele kaufen. Stoffwindeln in ausreichender Menge. Am Anfang ist fast jedes mal ein größeres Geschäft drin.
Creme Falls der Popo mal wund ist. Wir haben gute Erfahrungen mit Weleda Calendula Baby Creme (oder so ähnlich) gemacht. Penaten ist dagegen überhaupt nicht toll. Man braucht auch nicht viel, wenn man das Baby nur einschmiert, wenn es wirklich wund ist und nicht prophylaktisch
Waschlappen oder Feuchttücher Feuchttücher sind klasse für unterwegs. Zu Hause tun es aber auch ganz normale Waschlappen. Kurz anfeuchten (eventuell sogar mit warmem Wasser) und abwischen. Danach ab in die Wäsche.
Baby-Nagelschere Am Anfang kann man die kleinen Nägel auch in Ruhe lassen. Früher oder später braucht man aber eine. Baby-Nagelscheren sind einiges fester, als die für Erwachsene, die Baby-Nägel lassen sich damit wesentlich leichter schneiden, vor allem, wenn das Baby nicht mitmacht. Kein Must-Have…
Badethermometer Braucht man eigentlich nur die ersten zwei Monate, danach weiß man in etwa, wie warm das Wasser sein soll. Kein Must-Have…
Gesichtscreme Ja, wir hatten hier Babyakne. Man kann sie größtenteils in Ruhe lassen, aber hin und wieder eincremen schadet nicht (wir haben VitaHorm Salbe). Kein Must-Have…
Wickelunterlage Das kann auch ein Handtuch sein
weiches Handtuch Zum Abtrocknen nach dem Bad. Wenn Baby-Handtuch, dann eines, was gut saugt.
Unterwegs Kinderwagen oder/und Trage Es kommt total drauf an, wie man wohnt. Wir habe die ersten zwei Monate in der Stadt gewohnt und dort den Kinderwagen verwendet. Dann haben wir einige Monate an einem Berg gewohnt, da habe ich ausschließlich das Tragetuch genommen. Seit das Murmeli zur Tagesmutter geht (bzw. seit er mir zu schwer geworden ist), kommt der Kinderwagen wieder zum Einsatz. Zu schwer (zum vorne tragen) ist er mir etwa mit 8kg geworden. Hinten wäre es vielleicht noch gegangen, aber da ich dann wieder arbeiten war, habe ich es nicht versucht.
Schaffell Einlage im Kinderwagen am Anfang. Alternativ geht natürlich auch ein Fußsack. Kein Must-Have…
Federbett Zudecke im Kinderwagen. Alternativ geht natürlich auch ein Fußsack
In der Wohnung Ablegemöglichkeit im Wohnbereich Wir hatten einen Stubenwagen, den wir vom Schlafzimmer ins Wohnzimmer, in die Küche immer mitgenommen haben.
Babydecke Wir hatten eine selbstgestrickte aus Wolle, die war relativ schwer und konnte so nicht verrutschen. Außerdem war sie vom Format her so, dass man sie gut auch mal doppelt nehmen konnte und fest genug zum pucken, falls nötig.
Schlafsack Wir haben Federbett und Schlafsack kombiniert
Mullwindeln Für alles zu gebrauchen. Spucktuch, Unterlage, Wickelunterlage für Unterwegs, notfalls auch als Windel…
Aus der Apotheke Fieberthermometer Zum Fiebermessen. Am verlässlichsten ist der Wert im Popo
Fieberzäpfchen Erst nach Absprache mit dem Arzt geben, aber es ist gut, wenn man welche zu Hause hat
Mull-Kompressen Für die Nabelreinigung
Alkohol Für die Nabelreinigung
Mull-Tupfer Für die Nabelreinigung
Für die Mama Babyseife Zum Händewaschen. Die ist nicht so agressiv und beim ersten Kind wäscht man sich am Anfang andauernd die Hände (Keine Ahnung, wie das beim zweiten ist ;)). Meine Hände waren nach 2 Wochen rot und offen von normaler Seife
Handcreme Welche, wo es nicht so schlimm ist, wenn das Baby was abkriegt! Gegen raue Hände vom Händewaschen
Unterhemden Welche mit flexiblem Ausschnitt, bei denen es egal ist, wenn der hinterher ausgeleihert ist. Mir war im Januar dauernd kalt, ich habe den Pullover hochgezogen und das Unterhemd runter, sodass überall noch ein bisschen Stoff war.
Quark oder Weißkohl Gegen Brustentzündung
Binden/Vorlagen Einen ganzen Haufen schön große dicke flauschige
Kamillosan und Sitzbadschüssel Eine Schüssel, wo man sich reinsetzen kann, Kamillosankonzentrat, für Sitzbäder bei Geburtswunden
Morgenmantel Für nächtliches Stillen, wenns im Bett noch nicht klappt und man den Mann nicht wecken will, weil man Licht macht
Pantoffeln Für nächtliches Stillen
gedimmtes Licht oder kleine Lampe Damit man was sieht ohne alles hell zu erleuchten
BH Erst kaufen, wenn das Kind da ist und am besten noch etwas damit warten einen zweiten zu kaufen. Am Anfang ändert sich die Größe rapide
Schlafanzug Nachthemden sind schön, aber man muss sich quasi komplett ausziehen, wenn man stillt. Es sei denn, man kann das Nachthemd weit genug aufhknöpfen
Getränke Fenchel-Anis-Kümmeltee gilt als Stilltee. Ich habs getrunken, mag das aber auch ansonsten gern. Man hat am Anfang einen riesengroßen Durst. Auch auf Fruchtsäfte, auch, wenn man normalerweise nur Wasser trinkt.

Diese Liste ist einfach eine Liste mit Sachen, die wir gebraucht haben. Wir haben bei weitem nicht alles davon direkt im Haus gehabt. Viele Sachen (wie die Zäpfchen, BHs, Tragetuch, etc.) haben wir dann angeschafft, wenn wir sie benötigt haben. Auf keinen Fall ist die Liste als medizinische Empfehlung zu sehen. Vor jeder Anwendung von medizinischen Sachen sollte mit einem Arzt oder der Hebamme gesprochen werden.

Einige Sachen bekommt man auch im Krankehaus verschrieben, wie zum Beispiel die Mullkompressen und den Alkohol zur Nabelpflege.
Von keiner Kleidung braucht man viel! Die Größe 50/56 passt vielleicht zwei Monate, wenn man so viel Kleidung hat, dass man das Kind zwei Wochen lang täglich neu einkleiden kann, dann hat man gar keine Gelegenheit alles anzuziehen. Wenn man einen Trockner hat, braucht man sicher weniger, als ohne Trockner. Und auch die Erwachsenenkleidung muss am Anfang deutlich häufiger gewaschen werden, sodass man die Maschine auch häufig genug voll kriegt. Zu bedenken ist auch, dass man am Anfang Kleidung geschenkt bekommt.
Es schadet nichts, wenn man ein paar Teile in der nächsten Größe schon gewaschen hat. Dann kann man den Rest immer noch einkaufen gehen, wenn es soweit ist.

Zu Spielzeug: Spielzeug ist am Anfang total uninteressant. Egal, wie süß es aussieht! Das früheste Spielzeug kann ein Mobile zum anschauen sein (aber auch erst, wenn das Baby Gegenstände weiter weg erkennt) oder eine Spieluhr. Dann wird, wenn das Baby anfängt zu greifen, ein Stehaufmännchen interessant, dann Greiflinge. Bis das Baby anfängt zu greifen vergehen schon mal drei Monate. Genug Zeit, um zu warten, was man geschenkt bekommt.

Reime und Kinderlieder: sind beim Murmeli gut angekommen. Es hat auf meine Stimme gelauscht und zugeschaut, wie ich meine Hände bewegt habe.

Noch zum Stillen: Ich habe gestillt und kann deshalb keine Erfahrungen zum Thema Flaschennahrung teilen. Allerdings hatte ich am Anfang Probleme das Murmeli satt zu bekommen. Deshalb habe ich im Krankenhaus eine Milchpumpe verschrieben bekommen und am Anfang mit einer Spritze zugefüttert (die Hebamme weiß, wie es geht). Ich brauchte also zusätzlich noch eine kleine Spritze. Eine Milchpumpe habe ich mir dann später angeschafft, als alles schon geklappt hat, damit ich für ein paar Stunden aus dem Haus konnte. Sterilisiert wurde bei uns mit kochendem Wasser.

Zum Schlafen: Das Murmeli hat nicht in seinem Bett geschlafen, sondern abwechselnd auf mir und auf Tino. Wir haben quasi Schichtschlafen gemacht. Daher brauchte es am Anfang eigentlich auch keinen Schlafsack, keine Bettdecke und kein Bett. Im Stubenwagen hat es tagsüber hin und wieder mal geschlafen, die Kinderwagentasche hätte es aber auch getan. Außerdem hat das Murmeli am Anfang quasi dauerhaft getrunken, sodass ich mich daran gewöhnt hatte, einfach weiterzuschlafen. Wir wollten kein Familienbett, es hat sich aber so ergeben. Wirklich schlafen tut das Murmeli jetzt erst in seinem Kinderbett, seit es etwa 14 Monate alt ist. Das ist aber von Kind zu Kind total unterschiedlich und dementsprechend kann man nicht viel machen als sich grundsätzlich für ein Familienbett zu entscheiden, oder ein Babybett anzuschaffen…

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Baby hat noch keinen Namen,…

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…weil wir nicht wissen, was es wird. Keine Ahnung. Baby wollte das scheinbar nicht, als wir beim Ultraschall gucken wollten. Ich habe mich entschieden in dieser Schwangerschaft nur die drei von der Krankenkasse bezahlten Ultraschalle zu machen. Letztes Mal hatte ich alle vier Wochen und gegen Ende sogar noch häufiger einen. Und wie entspannt diese Schwangerschaft im Vergleich zum letzten Mal ist! Ich kann mich ganz auf mein Gefühl verlassen. Aber es bedeutet halt auch, dass wir diese eine Chance hatten, etwas zu sehen. Der erste Ultraschall war zu früh, der nächste Ultraschall wird etwa drei Wochen sein, eigentlich schon zu spät, um sich wirklich drauf einzustellen und einen Namen auszusuchen. Auf jeden Fall haben wir jetzt (fast) zwei Namen ausgesucht und sind (fast) gewappnet für alle Fälle.

Es gibt sehr unterschiedliche Reaktionen, wenn ich sage, dass ich nicht weiß, was Baby wird. Manche sind begeistert, viele irritiert. Alle meinen, es sei unser Wunsch gewesen, nichts zu wissen. War es aber nicht. Es ist eben so gekommen.

Die seltsamste Reaktion, die ich bisher bekommen habe, war (und ich habe das tatsächlich schon mehrmals gehört), „Das macht es aber Schwierig schon vorher Kleidung zu kaufen…“ woraufhin ich gesagt habe „Wieso? Wir haben doch alles!“ und die Reaktion war entweder „Achso, stimmt ja!“ oder „Ja, stimmt, euer erstes Kind war ja auch kein Mädchen. Das wäre ja sonst schon ein Problem, wenn alles rosa wäre und Baby ein Junge würde.“ Ähm, bitte was?

Also bitte! Baby wird natürlich die Sachen von Murmeli übernehmen! Die sind alle schon schön eingetragen, weil wir sie auch schon gebraucht übernommen haben. Zum Teil von Verwandten, zum Teil auch von meinen Eltern. Baby wird also zum Teil Kleidung in der fünften Generation tragen. Es wird in einem Bett schlafen, in dem ich schon geschlafen habe (das im übrigen quietsch-rosa ist, was das Murmeli aber auch nicht im geringsten gestört hat). Und welche Farbe das ganze hat ist mir echt egal. Hauptsache es erfüllt seine Funktion! Später, wenn Baby dann etwas älter ist, kann ich mich (im Fall, dass es ein Mädchen ist) sicher nicht davon abhalten, Kleidchen zu kaufen oder zu versuchen eines zu nähen. Aber bis das Kind so groß ist, dass es die bequem tragen kann, warum sollte es nicht die Sachen vom großen Bruder anziehen? Und genauso würde ich denken, wenn es andersrum wäre.

Witzig war es übrigens, als Murmeli noch im Kinderwagen lag. Da hatte er immer ein schönes warmes Plumeau, das mit einen Kissenbezug bezogen war. Ich hatte drei Bezüge: einen in quietschrosa, passend zum Stubenwagen, einen in blau-weiß gestreift und einen in weiß mit einem rosa Streifen und einem blauen Streifen. Immer, wenn ich spazieren gegangen bin und mich fremde Leute angesprochen haben, konnte ich die Frage nach dem Geschlecht voraussagen. Abhängig vom Kissenbezug war diese nämlich wie folgt formuliert: „Ist es ein Mädchen?“, „Ist es ein Junge?“ oder „Was ist es?“.

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