Archiv für den Monat: Juni 2014

Einkaufen

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Neuerdings ist Einkaufen ein ganz großes Thema beim Murmeli. Im Laden schiebe ich also jetzt einen kleinen Einkaufswagen mit mir herum anstatt einen großen, weil das Murmeli da besser dran kommt. Der füllt sich dann auch recht schnell mit Sachen, die ich nicht unbedingt kaufen wollte:

 

10 Bananen statt 5, ein paar Zitronen, viele viele Äpfel, alles sehr liebevoll in den Wagen gelegt (äh, geworfen). Backpulver und Vanillezucker dürfen draußen bleiben, die knistern so schön. Brot von der Theke muss auch unbedingt mit, zum sofort essen. Die Kühlregaltüren kriegt er leider (äh, Gott sei Dank) noch nicht auf, sonst wäre das ein riesen Spaß. Joghurt und Butter landen genauso im Wagen, wobei ich den Joghurt vorher abfange.

 

Dabei spaziert das Murmeli total selbstbewusst im Laden herum, geht hierhin und dorthin, fasst dies an und das an, klimpert mit den Ölflaschen, will einzeln eingepackte Industriebrötchen, die nochmal eingepackt sind (was absolut gegen alles verstößt, was ich versuche umzusetzen), kriegt einen kleinen Weinanfall, weil er hochgenommen und weitergezogen wird und wir werden immer begleitet von den genervten Blicken der anderen Einkaufenden.

 

Einkaufen mit meinem Kleinen ist echt super! Mir gefällt, wie er alles entdeckt und anfasst und erlebt und dass es ihm so viel Freude bereitet, Dinge in den Wagen zu tun und dass er schon so groß ist, dass er das alles machen kann.

 

Und nach dem Einkaufen läuft er sogar ein Stück vom Weg ganz allein nach Hause.

 

Mein kleines, großes Murmeli!

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Wocheneinkauf

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Wir machen einen Wocheneinkauf. Das heißt, wir überlegen uns am Samstag, was wir an jedem Tag der nächsten Woche kochen werden, dabei wird tunlichst darauf geachtet, dass frische Sachen gleich gegessen werden, nicht so frische Sachen eher später.

Das hat zur Folge, dass es bei uns zum Beispiel nur am Wochenende Fleisch gibt, Essen mit viel frischem Gemüse in der Mitte der Woche und am Ende der Woche eher Mehlspeisen oder Nudeln mit Tomatensauce.

Dazu kommt noch ein Haufen Zeug, das wir abgesehen von Lebensmitteln noch brauchen, wie zum Beispiel Shampoo oder Klopapier. Da muss man auch am Samstag abschätzen, ob das ganze wohl noch bis zum nächsten Wochenende reichen wird.

Und wenn der Einkaufszettel fertig ist, gehen wir zum Einkaufen zum Wochenmarkt, zum Naturkostladen, zur Metzgerei, wo es lokale Produkte gibt, zum Bauern, wo wir frische Eier bekommen, zum Drogeriemarkt und natürlich zum Supermarkt, wo wir allerdings hauptsächlich (regionale) Milchprodukte kaufen. Brot kaufen wir nicht, denn da haben wir das große Glück, dass unser Lieblingsbäcker viermal in der Woche direkt vor unserer Firma frisches Brot verkauft.

Warum wir das machen? Weil es unglaublich viel Zeit spart. Wir verwenden die frühen Morgenstunden, wo man eh noch nicht viel anderes macht, zum Planen. Den Samstag Vormittag verbringen wir mit Einkaufen (und, weil wir zum Markt gehen, treffen wir nebenbei noch lauter Bekannte und Verwandte, mit denen wir dann oftmals noch in ein Café gehen). Und das war’s für den Rest der Woche. Wir müssen nicht jeden Tag überlegen, was wir kochen, dann einen Einkaufszettel schreiben, dann einkaufen gehen, womöglich noch in mehrere Läden, dann alles nach Hause bringen und dann erst mal eine Pause machen, bevor wir endlich, endlich anfangen können, etwas zu Essen zu machen.

Und was kommt dabei raus? Wir haben jeden Tag etwas gekochtes zu Essen, das kann auch mal länger gehen, Kochzeiten von etwa einer Stunde sind bei uns normal. Ich kann am Vorabend Linsen einweichen, weil ich weiß, dass ich diese am nächsten Tag kochen werde.

Und ich weiß, dass die Lebensmittel, die wir eingekauft haben, zum größten Teil Bio-Produkte sind oder regionale Produkte. Außerdem achten wir darauf möglichst unverpackte Produkte zu kaufen. Das wäre bei einem reinen Supermarkteinkauf nicht möglich.

Und wo bleibt die Spontanität? Wenn ich spontan etwas machen will, sind das meistens Kuchen, dafür habe ich die meisten Zutaten zu Hause. Wenn ich wirklich an einem Tag entscheide, dass am selben Tag noch ein Kuchen her muss, dann kann ich die paar wenigen Zutaten, die ich dafür noch brauche, gut in der Mittagspause einkaufen oder schnell noch auf dem Nachhauseweg einen Abstecher zum Supermarkt machen.

Und wir machen das nicht, weil die Läden hier alle so weit weg wären. Im Gegenteil, wir haben fast alles nebenan. Das einzige, was in der Woche nicht so gut geht ist das mit dem Wochenmarkt. Das ist halt auch irgendwie ein kleines Event.

Ein großer Pluspunkt ist auch, dass ich Samstags genug Zeit habe, um dem Murmeli zu zeigen, wie man Sachen in den Einkaufswagen legt und auf das Band an der Kasse. Und alles wieder auszuräumen, was er außerdem noch in den Wagen „gelegt“ hat. Dafür hätte ich wohl während der Woche einfach keine Nerven mehr.

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Momatka schreibt auf Mutter&Mensch: Karriere? Nicht mit Kind.

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Danke für dieses Thema! Vor einer Ewigkeit, als ich angefangen habe zu studieren und V. gerade kennen gelernt hatte, habe ich ihm gesagt, ich würde immer mein Studium vorziehen. Das war vielleicht ein bisschen drastisch, aber im Prinzip meine ich das immer noch.

Heute habe ich mein Studium abgeschlossen und ich habe meinen Sohn bekommen. Für mich war vollkommen klar, dass ich wieder arbeiten gehen würde. Und zwar nicht nur zehn Stunden in der Woche. Sondern Vollzeit. Das mache ich jetzt seit etwas mehr als einem halben Jahr und immer wieder kommen mir Zweifel, warum ich das mache. Warum arbeite ich nicht weniger? Warum nicht mehr Zeit mit dem J. verbringen? Warum nicht gerade so viel verdienen, dass wir genug haben?

Und Momatkas Beitrag (und die verlinkten Beiträge) haben mir wieder vor Augen geführt, warum ich das ganze mache.

Warum habe ich das damals so gesagt und warum kommt für mich zu Hause bleiben nicht in Frage?

Ich habe miterlebt, wie meine Mutter ihr Studium abgebrochen hat (ok, das habe ich nicht miterlebt), zu Hause bei uns Kindern geblieben ist und irgendwann davon innerlich völlig aufgefressen wurde. Als sie dann meinte, dass wir groß genug seien, hat sie eine Ausbildung gemacht und diese mit sehr sehr guten Noten abgeschlossen. Nur eine Arbeit hat sie nicht gefunden. Sie war zu alt. Keine Berufserfahrung. Kinder. Und ich weiß nicht was… Sie hat dann in einem ganz anderen Bereich was gefunden aber nur mit Unterstützung und interner Empfehlung. Allein wäre das sicher nicht möglich gewesen. Und seitdem geht es ihr viel besser (ein paar andere Umstände haben allerdings auch dazu beigetragen). Vor allem fühlt sie sich wertgeschätzt und das ist offenkundig sehr wichtig.

Wichtige Punkte, die ich aus dieser Geschichte mitgenommen habe sind, dass man als Frau nicht abhängig werden darf von seinem Mann oder anderen und dass man eine Aufgabe finden muss, die außerhalb der Familie liegt und wo man sich wirklich wertgeschätzt fühlt.

Ich werde keine großen Pausen in meinem Berufsleben machen und ich werde nicht abhängig sein von meinem Mann. Ich gehe auch nicht davon aus, dass ich eine gesetzliche Rente bekomme, obwohl ich zu den Besserverdienern gehöre.

Was spricht gegen Teilzeit? 


Während der Schwangerschaft habe ich mit einigen Müttern geredet, die Teilzeit gearbeitet haben. Ständig wurden Meetings angesetzt, die nach ihrer Arbeitszeit lagen. Sie konnten nie wirklich wichtige oder dringende Aufgaben übernehmen, weil sie ja nicht Vollzeit da waren.

Klar, man kann argumentieren, dass es sich nicht gehört Meetings so spät anzusetzen. Aber seien wir doch realistisch! Die Arbeitswelt tickt nunmal einige Stunden später, als so ein Familienalltag mit Kleinkind.

Ich hatte und habe keine Lust darauf, ständig Sachen zu verpassen, nur die Hilfstätigkeiten zugeschoben zu bekommen und keine Verantwortung übernehmen zu dürfen.

Die Konsequenz?


Das erste, was wir erkennen mussten, war, dass wir in der Großstadt, in der wir zum Zeitpunkt der Schwangerschaft (sehr gerne) gelebt haben, keinen familiären Rückhalt hatten. Selbst wenn wir einen Kinderbetreuungsplatz gefunden hätten mit flexiblen Zeiten und so, dass wir ihn gut erreichen können, hätten wir immer noch alleine Ferienzeiten, Krankheitszeiten, Seuchenzeiten, etc. überbrücken müssen. Damit wären dann vermutlich die meisten unserer Urlaubstage drauf gegangen und wir hätten unsere weiter entfernten Verwandten quasi nie gesehen und Urlaub wäre schon mal gar nicht drin gewesen.

Also haben wir uns umgesehen und sind in die (zum Teil sehr nahe) Nähe der Verwandtschaft auf der einen Seite gezogen. Damit ist der andere Teil der Verwandtschaft immer noch weit weg, aber wir brauchen nur noch einen Teil zu besuchen. Außerdem hilft der andere Teil sehr tatkräftig mit, wenn es darum geht, spontane Betreuungspersonen zu organisieren, die J. auch schon kennt und wo ich es gerne hingebe.

Was das ganze mit sich gebracht hat war, dass ich mir eine neue Arbeitsstelle suchen musste. Das ist glücklicherweise bei meiner Qualifikation nicht so schwierig und ich konnte mich im Endeffekt sogar entscheiden, wo ich hingehen will. Trotz des kleinen Kindes von damals 10 Monaten und obwohl ich zum Zeitpunkt der Bewerbungen mein Kind noch tagsüber gestillt habe. Und auch V. musste sich eine neue Arbeit suchen. Bei ihm war eine wesentliche Bedingung, dass er vier Monate Elternzeit machen kann. Er hat deshalb Absagen bekommen. Aber er hat auch eine gute Stelle gefunden.

Die Arbeitssuche war dann übrigens der ausschlaggebende Punkt, warum ich nicht Teilzeit arbeite. Ich hätte in Teilzeit einfach keine so schöne und mir Freude machende Arbeit gefunden.

Zum Schluß:

Liebe Momatka, auf die Frage „Was bedeutet Karriere (noch)?“ kann ich dir antworten, dass ich meine Ziele (noch) nicht begraben habe. Mein Ziel war immer, an eine Position zu kommen, die nicht all zu hoch auf der Karriereleiter liegt, allerdings meinen Fähigkeiten meiner Meinung nach total entspricht. Wenn ich nicht aufhöre zu arbeiten, keine all zu lange Pause mache, dann sehe ich nicht, warum ich meine Ziele nicht erreichen sollte und das ist für mich meine Karriere.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich im Moment nicht weiß, wie es in einem halben Jahr aussehen wird. Dann werde ich wieder in Elternzeit sein. Diesmal will ich aber möglichst bald wieder arbeiten. Ein paar Stunden pro Woche, so lange das Baby noch stillt und mein Mann noch nicht in Karenz ist. Aber das ist hoffentlich genug Zeit, um den Anschluss in der Firma nicht vollständig zu verlieren.

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Schnecken, Schnecken, nichts als Schnecken

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Wie bin ich nur auf die grandiose Idee gekommen, ich könnte in meinem schönen großen Garten Salat anpflanzen? Seit ich letzten Samstag die 36 Salatpflänzchen gesetzt habe, ist kein Tag vergangen, an dem ich nicht Abends um die 50 Schnecken rund um und aus dem Beet gepflückt habe. Die Male, wo ich es geschafft habe, ab Morgen auch zu sammeln, kamen noch dazu und gestern hat es geregnet. Das war echt der Hammer! Der ganze Eimerboden voll bedeckt und die Schnecken schon gestapelt. Tja, und der Salat? Ein paar Pflänzchen haben überlebt. Und die gilt es nun zu schützen!

Was also tun? Mit dem Einsammeln komme ich nicht hinterher. Zerschneiden fällt aus dem gleichen Grund raus, Bierfalle, etc. sollen ja nicht so wahnsinnig gut helfen und nur noch mehr Schnecken anziehen. Wenn ich Schneckenkorn im Salatbeet verstreue, wird das kaum helfen. Dann krepieren die Schnecken und es kommen einfach wieder welche nach. Schneckenzäune sollen Schnecken abhalten, die außerhalb des Beetes sind. Aber die Schnecken im Beet sind ja schon drin.

Ich versuche jetzt eine Mischung. Ein Schneckenzaun ist aufgestellt und Scheckenkorn wird in den nächsten Tagen verteilt, falls sich die Schnecken nicht durch Einsammeln reduzieren lassen. Irgendwie schrecke ich nämlich doch noch davor zurück Gift zu verstreuen.

Denn was, wenn das jemand isst, der das nicht essen sollte? Das Murmeli zum Beispiel? Oder die Nachbarskatze oder einer von den Vögeln, die in unserer Weide immer so schön singen? Und außerdem steht auf der Verpackung, es sei schädlich für Regenwürmer.

Die Schnecken im Blumenbeet sind übrigens nicht so sehr zahlreich. Und in der Wiese dürfen sie von mir aus bleiben und den Löwenzahn fressen. Das Murmeli steuert übrigens immer zielstrebig auf Pusteblumen zu, reisst sie aus und hält sie mir hin, damit ich puste. Mal sehen, wie viel Löwenzahn wir nächstes Jahr so haben.

So, und jetzt ist es am dunkel werden. Zeit raus zu gehen und zu gucken, wie gut der Salat meinen kleinen Gästen schmeckt.

Kategorie: Haus und Garten